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Aufstellungen
Schwierige Lebensabschnitte oder Ereignisse fordern jeden heraus,
nach neuen Lösungen zu suchen, Klarheit zu gewinnen, und Entscheidungen
für die Zukunft zu fällen.
Wiederkehrende Konflikte in Familie, Partnerschaft und Beruf rauben Kraft,
die für wirksames Handeln benötigt wird. Eingebunden in scheinbar
unveränderliche Beziehungskreisläufe und damit verbundene Gefühle,
wird die eigene Seele als unfrei erlebt.
Aufstellungen machen fühl- und sichtbar, was dem Verstand und dem
Gespräch verborgen bleibt, öffnen ein vertieftes Verständnis
unseres Handelns und Scheiterns, und zeigen uns neue Möglichkeiten
wieder frei zu werden. Daraus erwächst für den Einzelnen neue
Kraft, auch in Krisensituationen weiterzugehen, der eigenen Aufgabe zu
folgen, Gedanken und Gefühle zu ordnen, klare Entscheidungen zu treffen
und einen eigenen Platz im Leben zu finden.
Familie
Wir alle entstammen einer Familie und sind Teil einer Familie, auch wenn
diese nicht immer so ist oder war wie wir sie uns gewünscht haben
oder noch immer wünschen. In Ihr begegnen wir zuerst der Welt und
die Welt begegnet uns durch sie. Hier gestalten wir, indem wir wachsen,
unsere Gefühle und unsere innere Haltung uns selbst und unsere Umwelt
gegenüber. Wir lernen an Eltern, Großeltern und Geschwistern
was Richtig ist, was Falsch und wie ein Mensch im Leben steht. Wir wachsen
an Ihnen empor, auch indem wir sie nachahmen. Manches tun wir bewußt,
anderes unbewußt. So wie unsere Eltern schon vor uns.
In der Familie erleben wir uns im Wechselspiel der verschiedenen Kräfte
menschlichen Seins. Anziehung, Ablehnung, Liebe, Haß, Achtung, Mißbrauch,
Leid, Trauer, Scham, Wut, Zärtlichkeit. Dabei wirken unterschiedliche
individuelle Interessen, größere Ereignisse (Krieg, Krankheit,
Tod, Verlust der Arbeit) oder "Traditionen" auch auf unser Wollen und
Können ein, hindern oder fördern oder verpflichten uns. Ganz
gleich wie die Atmosphäre "zu Hause" ist (Gefühle, Emotionen,
Gedanken und Werte) für uns ist das NORMAL. Wir kennen es so und
es ist selbstverständlich, auch wenn wir damit nicht einverstanden
sind.
In dieser NORMALITÄT kennen wir uns gut aus. Da haben wir einen
Platz. Sei es als Liebling, als Clown, als schwarzes Schaf, als Helfer
und Retter oder als Rebell. Unsere Rolle in der Familie füllen wir
aus. Manchmal bis zur Erschöpfung.
Leider auch dann noch wenn wir schon lange von zu Hause fort sind. Selbst
bis weit über den Tod der Eltern hinaus, kann der Einzelne seine
gewohnte Rolle beibehalten. Nichts ist schwerer zu ändern als eine
Gewohnheit. Warum tun wir das?
Neues lernen ist schwerer als Altes behalten. Gewohnheit, Prägung,
Aufgabe. Wer bin ich wirklich, wenn ich alte Gewohnheiten lasse? Was tue
ich wenn ich frei bin?
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